Allgemeine Geschäftsbedingungen
Allgemeine Geschäftsbedingungen für die Nutzung des Online-Dienstes „yourtinyoffice“ (nachfolgend „Dienst“) von CMaier GmbH, Webersiedlung 11, 8402 Werndorf, Österreich (nachfolgend „Anbieter“). Version 2026-11-02.
1. Geltungsbereich und Unternehmereigenschaft
- Diese AGB gelten für alle Verträge zwischen dem Anbieter und dem Nutzer (nachfolgend „Kunde“) über die Nutzung des Dienstes.
- Der Dienst richtet sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne des § 1 Abs. 1 Z 1 KSchG bzw. § 14 BGB, also an natürliche oder juristische Personen, die in Ausübung ihrer gewerblichen, freiberuflichen oder selbständigen Tätigkeit handeln. Mit der Registrierung bestätigt der Kunde, als Unternehmer zu handeln. Verbraucher sind von der Nutzung ausgeschlossen.
- Abweichende Bedingungen des Kunden werden nicht Vertragsbestandteil, auch wenn der Anbieter ihnen nicht ausdrücklich widerspricht.
2. Vertragsgegenstand
- Der Anbieter stellt dem Kunden den Dienst als Software-as-a-Service über das Internet zur Verfügung. Der Dienst dient der Verwaltung von Kunden, der Erfassung von Zeiten, der Erstellung von Angeboten und Rechnungen einschließlich elektronischer Rechnungen (Factur-X/ZUGFeRD), deren Versand per E-Mail sowie einer Finanzübersicht.
- Der Funktionsumfang ergibt sich aus der Leistungsbeschreibung auf yourtinyoffice.com in der bei Vertragsschluss aktuellen Fassung. Der Anbieter kann den Dienst weiterentwickeln, solange der wesentliche Funktionsumfang erhalten bleibt.
- Der Kunde erhält keine Software zur Installation; Gegenstand ist ausschließlich die Nutzung über den Browser.
3. Vertragsschluss
- Der Vertrag kommt mit Abschluss der Registrierung zustande, bei der der Kunde diese AGB und die Vereinbarung zur Auftragsverarbeitung akzeptiert.
- Bei Buchung eines kostenpflichtigen Plans kommt der entsprechende Vertrag mit Abschluss des Bestellvorgangs beim Zahlungsdienstleister zustande.
4. Pläne, Preise und Zahlung
- Free: kostenlos.
- Basic: derzeit 12 € netto pro Monat zuzüglich gesetzlicher Umsatzsteuer.
- Pro: derzeit 20 € netto pro Monat zuzüglich gesetzlicher Umsatzsteuer.
- Funktionsumfang und Grenzen der einzelnen Pläne ergeben sich aus der Planübersicht (Preise) auf yourtinyoffice.com in der bei Vertragsschluss bzw. Buchung des Plans aktuellen Fassung. Teammitglieder eines Plans, der sie umfasst, handeln im Namen des Kunden; der Kunde ist für ihre Nutzung des Kontos und die Einhaltung dieser AGB verantwortlich.
- Unbegrenzte Funktionen (z. B. unbegrenzt Rechnungen) sind für die übliche Nutzung durch ein kleines Unternehmen bestimmt (Fair Use). Geht die Nutzung deutlich darüber hinaus, etwa mehr als 500 Rechnungen oder 1.000 Ausgaben pro Monat oder ungewöhnlich große Mengen gespeicherter Dateien, kann der Anbieter den Kunden kontaktieren und einen individuellen Plan anbieten. Zum Schutz der Zustellbarkeit für alle Kunden sind Mails über den Mailserver des Anbieters auf derzeit 200 pro Tag und Konto begrenzt; Mails über den eigenen SMTP-Server des Kunden sind nicht begrenzt. Die eingebauten KI-Funktionen sind pro Konto und Kalendermonat auf derzeit 300 Belege in Basic sowie 1.000 Belege, 100 Positionslisten und 30 Layoutentwürfe in Pro begrenzt.
- Die Abrechnung erfolgt monatlich im Voraus über den Zahlungsdienstleister Stripe. Der Kunde stellt sicher, dass ein gültiges Zahlungsmittel hinterlegt ist. Rechnungen werden elektronisch bereitgestellt.
- Preisänderungen kündigt der Anbieter mindestens vier Wochen im Voraus per E-Mail an. Der Kunde kann den kostenpflichtigen Plan bis zum Wirksamwerden zum Ende der laufenden Abrechnungsperiode kündigen.
- Bei Zahlungsverzug kann der Anbieter die Funktionen des kostenpflichtigen Plans bis zum Zahlungseingang sperren; der Zugang zu den Daten bleibt erhalten.
5. Laufzeit und Kündigung
- Der Free-Plan läuft auf unbestimmte Zeit und kann von beiden Seiten jederzeit beendet werden.
- Die kostenpflichtigen Pläne (Basic, Pro) haben eine Laufzeit von einem Monat und verlängern sich jeweils um einen weiteren Monat, wenn sie nicht bis zum Ende der laufenden Periode über das Kundenportal gekündigt werden. Ein Wechsel zwischen Basic und Pro ist im Kundenportal möglich. Nach der Kündigung wird das Konto im Free-Plan weitergeführt; Teammitglieder können sich erst nach erneuter Buchung von Pro wieder anmelden.
- Der Kunde kann sein Konto jederzeit in den Einstellungen („Konto löschen“) oder durch Mitteilung an [email protected] löschen. Der Anbieter kann den Vertrag mit einer Frist von vier Wochen kündigen.
- Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt, insbesondere bei erheblichen Verstößen gegen diese AGB oder rechtswidriger Nutzung.
- Der Kunde ist dafür verantwortlich, seine Daten vor der Kontolöschung zu exportieren (Datenexport in den Einstellungen, Punkt 12). Die Kontolöschung in den Einstellungen ist die Weisung des Kunden zur Löschung: Alle Daten des Kontos einschließlich gespeicherter Dokumente und der Logins seiner Teammitglieder werden sofort und unwiderruflich aus dem laufenden Dienst entfernt; verbleibende Kopien in Datensicherungen werden automatisch innerhalb von 30 Tagen gelöscht, sofern keine gesetzlichen Aufbewahrungspflichten bestehen.
6. Verfügbarkeit und Wartung
- Der Anbieter bemüht sich um eine hohe Verfügbarkeit des Dienstes, schuldet jedoch keine bestimmte Verfügbarkeit. Ein Anspruch auf ununterbrochene Nutzbarkeit besteht nicht.
- Wartungsarbeiten, Updates und Störungen bei Dritten (Hosting, Zahlungsdienstleister, Behördenschnittstellen wie VIES) können zu vorübergehenden Einschränkungen führen. Geplante Wartungen werden nach Möglichkeit außerhalb üblicher Geschäftszeiten durchgeführt.
- Der Anbieter erstellt regelmäßige Sicherungen der Datenbank. Sie ersetzen nicht die Aufbewahrungspflicht des Kunden für seine Geschäftsunterlagen.
7. Pflichten des Kunden
- Der Kunde hält seine Zugangsdaten geheim und informiert den Anbieter unverzüglich über einen Verdacht auf Missbrauch.
- Der Kunde ist allein verantwortlich für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Rechtmäßigkeit der von ihm erfassten Daten und erstellten Dokumente, insbesondere für die steuerliche und rechtliche Korrektheit seiner Angebote und Rechnungen (Pflichtangaben, Steuersätze, Kleinunternehmerregelung, Reverse-Charge, Aufbewahrung). Der Dienst bietet Hilfestellungen, ersetzt aber keine steuerliche oder rechtliche Beratung.
- Der Kunde stellt sicher, dass er berechtigt ist, die Daten seiner Kunden und Ansprechpartner im Dienst zu verarbeiten, und erfüllt seine eigenen datenschutzrechtlichen Pflichten als Verantwortlicher.
- Bei Nutzung eines eigenen SMTP-Servers ist der Kunde für dessen Konfiguration, Zustellbarkeit und die Rechtmäßigkeit des Versands verantwortlich. Der Versand über den Mailserver des Anbieters ist nur für die Zustellung von Angeboten und Rechnungen an Empfänger des Kunden gestattet, nicht für Werbung oder Massenmails.
- Die eingebauten KI-Funktionen (Belege lesen, Positionen aus PDF, Layouts entwerfen) sind optional; der Kunde schaltet jede einzeln in den Einstellungen ein und aus, und sie verarbeitet nur Dokumente, die der Kunde hochlädt, während sie eingeschaltet ist. Die von der KI vorgeschlagenen Werte, Positionen und Layouts sind unverbindliche Vorschläge, die der Kunde vor dem Speichern oder Aktivieren prüft; der Anbieter übernimmt keine Gewähr für ihre Richtigkeit oder Vollständigkeit.
- Unzulässig sind Angriffe auf den Dienst, automatisiertes Auslesen, das Umgehen von Nutzungsgrenzen sowie jede rechtswidrige Nutzung.
- Der Anbieter kann einzelne Inhalte oder den Zugang zum Konto vorübergehend sperren, wenn konkrete Anhaltspunkte für rechtswidrige Inhalte, ein Sicherheitsvorfall, Missbrauch (z. B. Werbung oder Massenmails über den Mailserver des Anbieters) oder ein erheblicher Verstoß gegen diese AGB vorliegen. Die Sperre ist nach Umfang und Dauer auf das Erforderliche beschränkt. Der Anbieter informiert den Kunden nach Möglichkeit vorab, andernfalls unverzüglich, und gibt ihm Gelegenheit zur Abhilfe. Der Datenexport bleibt verfügbar, soweit das Sicherheitsrisiko dem nicht entgegensteht.
8. Datenschutz und Auftragsverarbeitung
Soweit der Kunde im Dienst personenbezogene Daten Dritter verarbeitet, ist er Verantwortlicher und der Anbieter Auftragsverarbeiter. Die Vereinbarung zur Auftragsverarbeitung ist Bestandteil dieser AGB und wird mit deren Annahme abgeschlossen. Die Verarbeitung der Daten des Kunden selbst ist in der Datenschutzerklärung beschrieben.
9. Nutzungsrechte
- Der Kunde erhält für die Vertragslaufzeit das nicht ausschließliche, nicht übertragbare Recht, den Dienst für eigene geschäftliche Zwecke zu nutzen.
- Alle Rechte an der Software, den Vorlagen und dem Design verbleiben beim Anbieter. Die vom Kunden erstellten Inhalte und Dokumente bleiben Eigentum des Kunden.
10. Gewährleistung
- Der Anbieter stellt den Dienst in dem bei Vertragsschluss beschriebenen Funktionsumfang bereit. Mängel sind dem Anbieter unverzüglich nachvollziehbar zu melden; der Anbieter behebt sie innerhalb angemessener Frist.
- Im Free-Plan wird der Dienst ohne Gewährleistung bereitgestellt, soweit gesetzlich zulässig.
- Für Ergebnisse externer Dienste (z. B. UID-Prüfung über VIES, Wechselkurse der EZB) übernimmt der Anbieter keine Gewähr.
11. Haftung
- Der Anbieter haftet unbeschränkt für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit sowie für Personenschäden. Eine zwingende gesetzliche Haftung, insbesondere nach Art. 82 DSGVO und dem Produkthaftungsgesetz, bleibt unberührt.
- Bei leichter Fahrlässigkeit haftet der Anbieter nur bei Verletzung wesentlicher Vertragspflichten, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags erst ermöglicht, und nur für den vorhersehbaren, vertragstypischen Schaden. Die Haftung ist in diesem Fall auf die Summe der vom Kunden in den zwölf Monaten vor dem Schadensereignis gezahlten Entgelte begrenzt.
- Im Free-Plan ist die Haftung für leichte Fahrlässigkeit ausgeschlossen.
- Die Haftung für entgangenen Gewinn, mittelbare Schäden, Folgeschäden und Datenverlust, der durch zumutbare eigene Sicherungen (Export) vermeidbar gewesen wäre, ist ausgeschlossen, soweit nicht Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit vorliegt.
- Für steuerliche oder rechtliche Folgen fehlerhafter Dokumente haftet der Anbieter nicht; die Verantwortung für den Inhalt liegt beim Kunden (Punkt 7.2).
12. Datenübertragbarkeit und Anbieterwechsel (EU Data Act)
- Gemäß der Verordnung (EU) 2023/2854 (Data Act) kann der Kunde jederzeit und ohne Kündigungsfrist seine Daten abrufen oder zu einem anderen Anbieter bzw. auf eine eigene Infrastruktur wechseln.
- Exportierbare Daten sind alle Daten, die der Kunde im Konto erfasst oder erzeugt hat: Unternehmenseinstellungen, Kunden und Ansprechpartner, Projekte, Zeiteinträge, Textbausteine, Dokumentvorlagen, Angebote, Rechnungen einschließlich Positionen und Zahlungserinnerungen, Ausgaben, wiederkehrende Rechnungen sowie die gespeicherten Dateien (PDF, Factur-X/ZUGFeRD-XML, Belege). Der Datenexport in den Einstellungen stellt sie als ZIP-Datei bereit, die eine maschinenlesbare JSON-Datei (
data.json) und die Originaldateien enthält. - Nicht exportierbar sind die Software, der Quellcode und das Design des Anbieters, interne Betriebs- und Sicherheitsdaten (z. B. Server-Logs) sowie hinterlegte SMTP-Passwörter, die aus Sicherheitsgründen aus dem Export entfernt werden.
- Der Anbieter unterstützt den Kunden beim Wechsel in angemessenem Umfang, gewährleistet während des Übergangs die Sicherheit und Fortführung des Dienstes und schließt den Übergang spätestens innerhalb von 30 Tagen ab.
- Endet der Vertrag nicht durch die Kontolöschung des Kunden in den Einstellungen (insbesondere durch Mitteilung per E-Mail oder durch den Anbieter), bleiben die Daten mindestens 30 Tage nach Vertragsende abrufbar. Danach werden sie aus dem laufenden Dienst entfernt; verbleibende Kopien in Datensicherungen werden automatisch innerhalb von 30 Tagen gelöscht, sofern keine gesetzlichen Aufbewahrungspflichten bestehen.
- Für Wechsel und Datenexport erhebt der Anbieter keine Entgelte.
13. Vertraulichkeit
- Beide Parteien behandeln die ihnen im Zusammenhang mit dem Vertrag bekannt werdenden Geschäftsinformationen der jeweils anderen Partei vertraulich, insbesondere Zugangsdaten, Geschäfts- und Preisinformationen sowie unveröffentlichte Informationen über den Dienst, nutzen sie nur zur Vertragserfüllung und schützen sie mit angemessener Sorgfalt.
- Dies gilt nicht für Informationen, die öffentlich bekannt sind, rechtmäßig von Dritten erlangt oder unabhängig entwickelt wurden oder aufgrund einer gesetzlichen Pflicht oder behördlichen Anordnung offengelegt werden müssen.
- Die Pflicht gilt für zwei Jahre über das Vertragsende hinaus fort. Für personenbezogene Daten geht die Vereinbarung zur Auftragsverarbeitung vor.
14. Änderungen dieser AGB
- Der Anbieter kann diese AGB und die Vereinbarung zur Auftragsverarbeitung ändern, wenn dies aufgrund geänderter Rechtslage, geänderter Leistungen oder aus sonstigen sachlichen Gründen erforderlich ist.
- Die geänderte Fassung wird dem Kunden beim nächsten Login angezeigt und muss akzeptiert werden, um den Dienst weiter zu nutzen. Akzeptiert der Kunde nicht, kann er den Vertrag zu diesem Zeitpunkt beenden (durch Löschen des Kontos oder Mitteilung an den Anbieter); bis dahin gilt die bisherige Fassung weiter.
15. Schlussbestimmungen
- Es gilt österreichisches Recht unter Ausschluss des UN-Kaufrechts und der Verweisungsnormen des internationalen Privatrechts.
- Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus diesem Vertrag ist das sachlich zuständige Gericht in Graz, Österreich.
- Sollten einzelne Bestimmungen unwirksam sein, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt. An die Stelle der unwirksamen Bestimmung tritt die gesetzliche Regelung.
- Vertragssprache ist Deutsch. Die englische Fassung dient der Information; bei Abweichungen geht die deutsche Fassung vor.